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Die Lebensversicherung kündigen? Oft ein Fehler

Lange war die Lebensversicherung der Deutschen liebste Altersvorsorge: Über 85 Millionen Verträge wurden geschlossen, es gab mehr Policen als Einwohner. Aber das Blatt hat sich gewendet. Wenn das Geld knapp wird zum Beispiel durch den Kauf einer Immobilie, einer Scheidung oder wegen Jobverlust, trennen sich viele als erstes von ihrer Kapital-Lebensversicherung. Dabei gibt es sinnvollere Alternativen.
 Die Lebensversicherung kündigen? Oft ein Fehler

Seine Lebensversicherung zu kündigen kann ein großer Fehler sein. Die vorzeitige Kündigung bedeutet fast immer ein schlechtes Geschäft für die Kunden der Lebensversicherer. Seit Jahren schon leidet der Ruf der Lebensversicherungen. Immer weniger Abschlüsse und immer mehr Kündigungen sind das Ergebnis.

Laut Verbraucherzentralen werden bis zu 80 Prozent aller Lebensversicherungen vor Ablauf gekündigt. 2013 wurden Lebensversicherungen im Wert von 14 Milliarden Euro storniert. Viele Versicherte, die sich nicht ausreichend informiert haben, mussten ein dickes Minus einstreichen. Die Lebensversicherer zahlen nämlich bei Kündigung nur den Rückkaufswert und der liegt deutlich unter dem, was man als Versicherungsnehmer an Beiträgen und Gebühren tatsächlich eingezahlt hat. Zu diesen Kürzungen trägt sicher bei, dass die ersten Beiträge einer Lebensversicherung für Provisionen und Verwaltungsgebühren der Versicherungen draufgehen. Erst wenn die sich amortisiert haben, werden die Beiträge tatsächlich für die Geldanlage angespart.

Daher: Wer als Kunde seine Lebensversicherung kurz nach dem Abschluss schon wieder aufgibt, muss damit rechnen, von dem eingezahlten Geld so gut wie nichts wiederzusehen. Verbraucherschützer raten in der Regel ab, Verträge zu kündigen. Es kann sogar durchaus vorkommen, dass der Rückkaufswert einer gekündigten Kapitallebensversicherung nur die Hälfte der eingezahlten Beiträge ausmacht!

Noch unwirtschaftlicher ist der Verkauf einer älteren Lebensversicherung. Die vor längerer Zeit abgeschlossenen Policen sind schon auf Grund ihrer hohen Zinsen lukrativ. Garantiezinsen von drei oder vier Prozent waren einst keine Seltenheit. Bei der aktuellen Lage werden Sie vergeblich eine Anlageform – für ein fast risikoloses Produkt – mit einer ähnlichen Rendite suchen! Um vier Prozent Zinsertrag pro Jahr zu erwirtschaften, könnten Sie aktuell in Aktien oder Fonds investieren. Allerdings müssen Sie mit den Risiken der Kursschwankungen und der Kursverluste leben. Möchten Sie eine sichere Anlageform bleibt dann nur noch das Festgeld oder Tagesgeld. Aber wie die Zinsen nach den Kürzungen der letzten Jahre momentan aussehen, muss wohl nicht weiter erwähnt werden.

Gesamtrendite, Garantiezins, Rückkaufswert

Prüfen Sie doch einfach wie wertvoll Ihre Lebensversicherung ist. Die Beratungsstellen der Verbraucherzentralen oder unabhängige Versicherungsberater können Ihnen dabei helfen. Sie berechnen die Gesamtrendite Ihrer Police anhand der garantierten Ablaufleistung. Das ist der Betrag, den Sie am Ende der Vertragslaufzeit auf jeden Fall erhalten.

Entnehmen können Sie diese Informationen in der Standmitteilung, die die Versicherung Ihnen jedes Jahr zuschickt. Beratungsstellen empfehlen, die Lebensversicherungen, die vor 2000 abgeschlossen wurden, zu halten, da sie einen unerreichbar hohen Garantiezins aufweisen. Sollte der Altvertrag zudem regelmäßig bespart worden sein, profitieren Sie von der Steuerfreiheit der Beträge. Etwas anders verhält es sich mit neueren Lebensversicherungen.

2005 erlosch die Steuerfreiheit, seit 2011 betragen die Garantiezinsen nur noch 1,75 Prozent und die Überschussbeteiligungen sinken jedes Jahr. Aber auch hier ist eine Kündigung nicht das Mittel der Wahl. Die hohen Abschlusskosten relativieren sich erst nach und nach. Die interessanten Renditen, die erst gegen Ende der Laufzeit für das angesammelte Kapital erreicht werden, gehen verloren.

Doch ganz abgesehen von Rückkaufswert und Garantiezins gibt es Standpunkte, die dagegen sprechen die Lebensversicherung zu kündigen.

1. Vertrag mit Berufsunfähigkeits-Versicherung
: diese Police als Anhang zur eigentlichen Lebensversicherung sollten Sie unbedingt behalten. Auf diese wesentliche Absicherung können Sie wirklich nur verzichten, wenn Sie eine andere Vorsorge getroffen haben
2. Rürup Vertrag: Ist Ihre Police eine Rürup-Rentenversicherung, ist eine Kündigung gänzlich ausgeschlossen. Sie können Ihre Police lediglich beitragsfrei stellen.
3. Riester Vertrag: Den Riester Vertrag können Sie zwar absetzen, sollten aber bedenken, auf was Sie alles verzichten: sämtliche Zulagen und Steuervorteile werden nämlich abgezogen. Was dann noch bleibt, ist nicht viel.
4. Lebensversicherungen, die kurz vor dem Ablauf stehen: Trennen Sie sich kurz vor Ende von Ihrer Lebensversicherung, verlieren Sie den Schlussüberschuss und verzichten auf viel Geld. Besser ist: Durchhalten!

Bevor Sie sich von Ihrer Lebensversicherung trennen, sollten Sie prüfen, ob nicht eine der folgenden Alternativen für Sie in Frage kommt.

Lebensversicherung beitragsfrei stellen: Soll der Versicherungsbeitrag komplett ausgesetzt werden, hilft eine Beitragsfreistellung. Gesetzlich hat jeder Versicherungsnehmer einen Anspruch auf den vorzeitigen Ausstieg. So haben Sie den Vorteil, dass das aufgelaufene Guthaben bleibt. Allerdings sinkt die Ablaufsumme deutlich, da nicht gezahlte Beiträge plus Zinsen am Ende fehlen.

Prämienstundung: Möchten Sie die Beitragszahlungen aussetzen, aber keine Verluste bei der Ablaufleistung in Kauf nehmen, können Sie eine Prämienstundung beantragen. Sie setzen dann nur für den Monatsbeitrag der gewünschten Stundung aus. Möchten Sie die Zahlungen wieder fortsetzen, müssen Sie aber die gestundeten Beiträge plus Zinsen nachzahlen. Solche Beitragsaussetzungen sind zeitlich befristet. In der Regel kann man für sechs Monate, in Ausnahmefällen wie Arbeitslosigkeit bis zu einem Jahr aussetzen.

Versicherungssumme kürzen: Wenn Sie Schwierigkeiten haben die Beiträge zu zahlen, können Sie die Versicherungssumme herabsetzen. Damit werden auch die Beiträge zur Lebensversicherung günstiger. Aber Vorsicht: Setzten Sie Ihre Versicherungssumme nicht zu gering an, sonst haben Sie keinen ausreichenden Versicherungsschutz.


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20.04.2015
Foto: ESB Professional / Shutterstock.com
Fotos:Model/Colourbox.de
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Stuttgarter Trf20 Stuttgarter Trf20 12,16 €
Dialog RIS Dialog RIS 12,18 €
*Berechnungsgrundlage: Risikolebensversicherung, geboren im März 1987 - 30 Jahre alt bei Versicherungsbeginn 01.03.2017, Nichtraucher, Ingenieur/in, 100% kaufm. oder Bürotätigkeit, Vertragslaufzeit 35 Jahre bis zum 01.03.2052 mit 65, Versicherungssumme 100.000 €, gleich bleibend während der Vertragslaufzeit, Überschussverwendung als Sofortrabatt, überregionale Angebote. Es wird jeweils der günstigste Tarif einer Gesellschaft angezeigt. Die Auswahl der Produkte aus den verfügbaren Daten hängt ausschließlich von den angezeigten Vorgaben ab.
 
Quelle: Biallo.de / Franke und Bornberg
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